Mal aus dem eigenen Nähkästchen geplaudert: Ich dachte, mit der Zusendung der zwei notwendigen Pflichtexemplare meiner Selfpublishing-Titel an die Deutsche Nationalbibliothek sei ich meiner Buch-Abgabepflicht nachgekommen. Doch: Nein! Da ist noch was! Dazu gleich mehr …

Erst einmal:

Pflichtexemplare?! Abgabepflicht?! Warum das?

Hat alles seine Richtigkeit. Und ist gesetzlich verankert. Letzten Ende geht es darum, dass nichts von dem, was Autor:innen je geschrieben haben, in Vergessenheit gerät. Finde ich gut. Und richtig.  Offizielle Begründung: Zweck des Pflichtexemplarrechts ist die möglichst vollständige Archivierung aller Veröffentlichungen eines Landes als Zeugnis des kulturellen Schaffens, die bibliografische Dokumentation und Zugänglichmachung für die Allgemeinheit. Bibliotheken sind deshalb gesetzlich dazu verpflichtet, Pflichtexemplare auf unbegrenzte Zeit aufzubewahren und eine Nationalbibliographie zu erstellen.

Dafür gibt es

Die Deutsche Nationalbibliothek und diverse Landesbibliotheken

Dies sind die Orte, an denen gesammelt wird. Die Arbeitsweise der Deutschen Nationalbibliothek war mir bekannt: Entweder schickt der Verlag die Pflichtexemplare dorthin – oder die Autor:innen tun es selbst. Vor allem natürlich, wenn sie Selfpublisher sind. Da das aber immer schon in “zweifacher Ausführung” geschehen musste, dachte ich naiverweise: Damit sind die regionalen Bibliotheken auch bereits versorgt. Was ein Irrtum war. Denn kurze Zeit später bekam ich eine Mail, in meinem Fall von der Universitäts- und Landesbibliothek Bonn, denn ich lebe in Nordrhein-Westfalen, besser gesagt: im Großraum Köln. In dieser Mail wurde ich freundlich aufgefordert, ein weiteres Exemplar zu verschicken. Was ich natürlich gern getan habe.

Zur Sicherheit hier noch die offizielle Begründung: “laut Kulturgesetzbuch NRW §§ 52, 55–62, 67 vom 01.12.2021 als Nachfolger des Pflichtexemplargesetzes NRW ist jeder Verlag, Selbstverlag und jede Institution im Regierungsbezirk Köln dazu verpflichtet, der Universitäts- und Landesbibliothek Bonn ein kostenloses Exemplar seiner Veröffentlichungen abzuliefern, damit diese sie erschließen und archivieren kann. In regelmäßigen Abständen gleichen wir unsere Bestände mit den Daten der Dt. Nationalbibliothek ab, dabei sind uns Ihre Veröffentlichungen aufgefallen.” Man kümmert sich also dort um meine Publikationen! Finde ich wirklich schön!

Andere Bundesländer haben andere Nationalbibliotheken – und alle arbeiten mehr oder weniger nach dem gleichen Prinzip. Bitte mal selbst schlau machen!

Eine gute Übersicht findet sich am Ende dieses Beitrags für die einzelnen Bundesländer: https://dewiki.de/Lexikon/Pflichtexemplar

Selfpublisher und Nationalbibliothek, Pfalichtexemplare Nationalbibliothek, Nationalbilbliothek, Abgabepflicht Selfpubblisher Nationalbibliothek, Urheberrechtsgesetz, Urheberrechts-Diensteanbieter-Gesetz,Reform Urheberrecht, Ausleihe von e-books, Autorenwelt, Sandra Uschtrin, Anpassung des Urheberrechts an die Erfordernisse des digitalen Binnenmarktes, Anpassung des Urheberrechts an die ErfordernisAnpassung des Urheberrechts an die Erfordernisse des digitalen Binnenmarktes, Autorinnen, Autorenrechte, neues Urheberrechtsgesetz, Rechte Selfpublisher, Selfpublisher, Selfpublishing, Urheberrecht, Urheberrechte Selfpublishing, Onlinerechte, Urheberrecht Online,

“Körperliche und unkörperliche Medien”

Doch es geht noch weiter … “Medienwerke in “körperlicher Form” – also Bücher, Kalender etc. – müssen in zweifacher Ausfertigung angeliefert werden. Medienwerke in unkörperlicher Form – wie E-Books – in einfacher Ausfertigung . Was es dabei alles zu beachten gilt, wann, wohin, Adressen und alle anderen Infos hat Autorenwelt-Chefin Sandra Uschtrin perfekt beschrieben und hier als pdf bereitgestellt.

In eigener Sache

Trilogie des Eigensinns, Selfpublishing, Buchhebamme, eigenes Buch, Kompass Eigensinn, eigensinnige autoren, eigensinnig schreiben, eigenes buch schreiben, buchhebamme, wer schreibt darf eigensinnig sein, Trilogie des Eigensinns, Selfpublishing, kreatives Schreiben, Eigensinn, eigensinnig schreiben, eigensinnig, Buch schreiben, eigenes Buch schreiben, Autor werden, Autorin werden, Schreibratgeber, kreativ schreiben, Kreativität, Selfpublishing

Die Trilogie des Eigensinns besteht bislang aus zwei Büchern – die sich ohne Probleme auch wunderbar getrennt voneinander lesen lassen. Macht durchaus Sinn, denn sie bilden zwar eine „Familie“, haben aber unterschiedliche Schwerpunkte. In „Mein Kompass ist der Eigensinn“ geht es darum, wie wir Eigensinn erkennen, ihn für uns entwickeln können. Aber auch darum, wo er seine Grundlagen hat, welche Vorbilder ich gefunden habe – und wie er uns helfen kann. Als Kompass zum Beispiel. Oder beim Schreiben von (eigenen) Büchern.
In „Wer schreibt, darf eigensinnig sein“ steht eigentlich schon alles Wichtige im Titel: Es geht um die praktische Realisierung des Schreibens mit Eigensinn, um Kreativität, aber auch um Selfpublishing. Da gibt es jede Menge Praxistipps, Übungen und Beispiele. Aber auch die Spiellust – meiner Ansicht nach ein wichtiges Schreib-Instrument – kommt nicht zu kurz. Zum Beispiel mit dem Selbsttest „Welcher Schreibtyp bin ich eigentlich?“ Der zieht sich – augenzwinkernd bis ernst – durch das ganze Buch.
Beide Bücher auf einen Blick – und auch zum Bestellen – im Shop der Autorenwelt hier. Aber natürlich auch überall sonst, wo es Bücher gibt.


 

 

 

Ich danke allen, die diesen Beitrag teilen mögen!