Schreiben mit Eigensinn kennt so viele Wege der Realisierung, wie es Menschen gibt, die an einem eigenen Buch arbeiten. Das ist mir völlig bewusst. Und doch starte ich im zweiten Band meiner Trilogie des Eigensinns ein kleines Spiel, in dem ich Ihnen anbiete, herauszufinden, welcher Schreibtyp Sie sin könnten … Ich betone dabei ausdrücklich, dass dies nur mit Augenzwinkern geschieht. Und genau darum könnte die ganze Sache durchaus Spaß machen. Zumal am Ende des ziemlich umfangreichen Tests zwölf nette Tiere stehen.

Um Sie darauf einzustimmen, hier mal eben drei Beispiele:

Sind Sie vielleicht eine Ameise?

Für eine Ameise ist klar: allein geht gar nichts. Schlau und ausdauernd wird nur in Gemeinschaft gearbeitet. Das aber äußerst zielstrebig. Erfolg ist wegen der Arbeitsteilung und ihrer sprichwörtlichen Emsigkeit vorprogrammiert. Darüber macht sich eine Ameise sowieso kaum Gedanken. Sie arbeitet einfach. Ständig. Urlaube sind so wenig vorgesehen wie ein Ausruhen nach erreichten Erfolgen. Wenn sie schreibt, wird sie das selten im stillen Kämmerlein tun wollen, sondern viel lieber in Gesellschaft, mit den Reaktionen anderer.

Praktische Ansätze: das Sammeln und Flanieren. Immer Stift, Block oder Smartphone mit Diktiergerät bei sich tragen! Alles aufnehmen, Eindrücke und Ideen sammeln. Die Ameise macht auch gern Listen – und arbeitet sie möglichst konsequent ab.

Doch Achtung: Irgendwann ist der Speicher so voll, dass der Überblick leicht verloren geht. Immer wieder hinterfragen: Wann ist der Zeitpunkt gekommen, mein Buchprojekt endgültig zu starten? Das ist für eine Ameise ja eigentlich gar keine Hürde. Denn sie ist immer schon mitten im Schreibprozess.

Sind Sie ein Fohlen?

Das Fohlen ist jung (im Geist) und äußerst entdeckungslustig. Es braucht weniger Orientierung, Sicherheit oder vertraute Gefühle als andere Schreibtypen. Sein Elan speist sich aus Neugierde und Abenteuerlust. Es will Neues entdecken, ausprobieren. Pläne oder Strukturen lehnt es erst mal ab.

Wenn Sie ein Fohlen sind, wird die wichtigste Frage wohl sein: Wie können Sie sich Ihre Entdeckerfreude im Schreibprozess am besten erhalten? Denn das Fohlen möchte am liebsten gleichzeitig nach links, rechts UND vorwärts springen. Ein längerer Weg in die immer gleiche Richtung wird ihm schnell langweilig. Geht es um das Bücherschreiben, kann es passieren, dass Buchprojekte viel zu früh abgebrochen werden – aus Langeweile. Oder aus Unwissenheit, denn ein Fohlen wird sich wohl selten erst einmal theoretische Grundlagen verschaffen wollen, bevor es lossprintet.

Oder eher ein Eichhörnchen?

Ein Eichhörnchen ist erst einmal nicht sonderlich eigensinnig, denn es macht sich komplett von den Jahreszeiten abhängig – was ja sehr logisch ist, denn die lassen sich sowieso nicht ändern. Im Frühjahr, Sommer und Herbst wird hemmungslos gesammelt, was das Zeug hält. Wenn die ‘nahrungslose Zeit’ anbricht, verschafft sich das Eichhörnchen einen Überblick: Was unter der Kellertreppe gesammelt wurde, hat vielleicht schon Schimmel angesetzt, denn es ist im Herbstregen feucht geworden. Keine gute Nahrung mehr, wird aussortiert! An einer anderen Stelle sind dummerweise Stapel menschlicher Abfälle drüber geschüttet worden – weg damit!

Ganz heimlich macht das Eichhörnchen auch gern Listen, natürlich vor allem über seine Vorratslage. Doch diese Listen gehen immer wieder mal verloren, werden mit Bucheckern und anderen Vorräten irgendwo verbuddelt … Das Eichhörnchen ist schlau und erkennt: Die Dinge ändern sich, der Fokus muss ständig neu gesetzt werden.

Was Sie sonst noch sein könnten …

Das war jetzt mal nur der Textanfang von drei möglichen Trieren, die Sie – als Schreibtyp – repräsentieren könnten … Daneben gibt es noch die Amsel, den Biber, den Drachen, die Spinne, den Hund, die Katze, den Maulwurf und die Schnecke. Zwölf Tiere insgesamt. Welches davon Ihnen  entsprechen könnte, das erfahren Sie, wenn Sie die 65 Fragen beantworten, die sich quer durch mein Buch Wer schreibt, darf eigensinnig sein. Kreativität, Selfpublishing und Eigensinn. Ein Plädoyer, kein Schreibratgeber ziehen.

Neugierig geworden? Dann lesen Sie das Buch doch einfach! Neben diesem Spiel erwartet Sie dort noch eine Menge praktischer Beispiele, Anregungen und mindestens zwanzig ganz konkrete Schritte auf dem Weg zu Ihrem Eigensinn. Schreibroutinen, Stationen der Kreativität und spielerische Ansätze werden ebenso in den Blick genommen wie die praktische Umsetzung/Umsetzbarkeit Ihres geplanten Buchprojekts.

Die Trilogie des Eigensinns

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Die Trilogie des Eigensinns besteht bislang aus zwei Büchern – die sich ohne Probleme auch wunderbar getrennt voneinander lesen lassen. Macht durchaus Sinn, denn sie bilden zwar eine „Familie“, haben aber unterschiedliche Schwerpunkte. In „Mein Kompass ist der Eigensinn“ geht es darum, wie wir Eigensinn erkennen, ihn für uns entwickeln können. Aber auch darum, wo er seine Grundlagen hat, welche Vorbilder ich gefunden habe – und wie er uns helfen kann. Als Kompass zum Beispiel. Oder beim Schreiben von (eigenen) Büchern.
In „Wer schreibt, darf eigensinnig sein“ steht eigentlich schon alles Wichtige im Titel: Es geht um die praktische Realisierung des Schreibens mit Eigensinn, um Kreativität, aber auch um Selfpublishing. Da gibt es jede Menge Praxistipps, Übungen und Beispiele. Aber auch die Spiellust – meiner Ansicht nach ein wichtiges Schreib-Instrument – kommt nicht zu kurz. Zum Beispiel mit dem Selbsttest „Welcher Schreibtyp bin ich eigentlich?“ Der zieht sich – augenzwinkernd bis ernst – durch das ganze Buch. Genau daraus stammen die drei Beispiele im Beitrag hier.
Beide Bücher auf einen Blick – und auch zum Bestellen – im Shop der Autorenwelt hier. Aber natürlich auch überall sonst, wo es Bücher gibt.


 

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